Diktaturen sind auf Angst gebaut

https://www.heise.de/tp/features/Bundesregierung-bestellte-Schock-Gutachten-statt-Impfstoff-5050329.html

»Staatssekretär Markus Kerber […] bestellte im Frühjahr 2020 beim Robert-Koch-Institut und mehreren anderen Bundeseinrichtungen ein Gutachten, mit denen das von Horst Seehofer geführte Bundesinnenministerium ‘mental und planerisch […] “vor die Lage” […] kommen’ wollte, um ‘Maßnahmen präventiver und repressiver Natur’ vorzubereiten.« (Hervorhebung von mir)

Jede Diktatur wird zunächst auf Angst errichtet, und danach mit Angst erhalten. Man könnte sagen, Angst ist des Scheusals Futter.

Es nimmt deshalb auch nicht Wunder, dass es oft Menschen des Glaubens waren, die gegen die seelenlose Verachtung des Nächsten aufgestanden sind, wie sie sich in einer Diktatur manifestiert. Denn der Glaube an die Seele Des Universums, dieser verleiht Hoffnung auf gerechten Sinn und erhebendes Ziel, und Hoffnung ist immer stärker als jede Angst – ohne Hoffnung würde sich keiner morgens auch nur aus dem Bett trauen, aus Panik, er könnte (gar nicht so abwegig) schon beim Aufsetzen einen Infarkt erleiden.

Jedoch ist dies, die Hoffnung, tatsächlich die einzige Rechtfertigung für den Glauben… Denn “Glauben heißt nicht Wissen”, sagt der Volksmund, und recht hat er. Wobei ich mich immer amüsiere über die Leute, die sich für gar so aufgeklärt und klug halten, dass sie meinen, nicht an Gott zu glauben, sei Ausweis überlegenen Intellekts. Jedoch, an etwas zu glauben, ist doch komplett das Gleiche, wie an etwas nicht zu glauben – beides ist ganz genauso Nicht-Wissen. Wie da der eine meint, dem anderen überlegen zu sein, finde ich spaßig.

Wie auch immer. Es hat also seinen Grund, nämlich die Furcht vor der Macht des Herrn, warum die Regierenden zu jeder Zeit alles tun, um den Menschen den Zugang zu Gott zu versperren… Das beginnt damit, dass fast alle Religionen den Schöpfer personalisieren. Da es jedoch völlig ausgeschlossen ist, dass Der/Die/Das Eine getrennt sein könnte von irgendwas, ist bereits darin schon die finale Sackgasse des Glaubens, wie er uns aufgezwungen wird. Kein Wunder deshalb, dass ob dieser Beleidigung des uns geschenkten Verstandes viele sich im Laufe ihres Lebens abwenden und den “Glauben verlieren” – es ist schwierig, Menschen ein Leben lang für dumm zu verkaufen, es gelingt bei manchen, bei vielen aber auch nicht.

Doch ist es nicht faszinierend, dass jedes Kind mit dem festen Wissen um Gott bereits geboren ist? Das ist uns Menschen immanent, Religionen nützen das bloß aus. Gibt es ein Kind, das nicht in allem, ob tot oder lebendig, die Seele Der Liebe schaut und darin blüht? Mag es ein Stein sein, ein Stofftier oder sogar ein “imaginärer Freund”, alle Kinder dieser, und bestimmt auch jeder anderen Welt, sind erleuchtet in der Gnade, welche ihr Lebensfunken ist.

Böse Herrscher, ob weltlich oder spirituell, aber setzen alles daran, uns um diesen Ursprung unserer Kraft zu berauben. Denn ihre grausamen Spiele funktionieren nur, wenn die Vielen schwach sind. Weil der Bösen so wenige sind.

Aber wovon eigentlich wissen die Kinder, werden damit geboren? Jeder von uns spürt und kennt das an Kindern, was ist es?

Legen wir einmal alles beiseite, was wir jemals über Gott gehört haben und nehmen an, “Gott”, das sei: “Die Naturgesetze” – alle die wir schon begreifen, und aber auch alle die wir noch nicht kennen… Das Naturgesetz der Liebe, zum Beispiel, das haben wir noch nicht entdeckt, aber da gibt es noch so unendlich viel mehr, ich bin mir völlig sicher, dass wir noch fast gar nichts wissen.

Gott also wäre “das Gesetz der Natur”. Und sieht man Ihn solcherart an: ist es dann nicht Ehrfurcht gebietend, wie fein und präzise die Naturgesetze und die Naturkonstanten austariert sind? Wären sie nur ein winziges Bisschen anders, so gäbe es gar kein Universum mit Sonnen, Planeten, und Leben – sondern nichts als einen Haufen matschigen Brei, und zwar überall. Ein Hauch von Änderung in nur einer der Naturkonstanten, zum Beispiel, und schon könnte schlicht überhaupt nichts mehr entstehen, außer eben Brei.

Wenn man Gott in dieser Weise versteht, eben als “die Naturgesetze”, dann ist Er/Sie/Es: Jenseits des Geistes, älter als die Zeit, größer als das Universum, ewig bestehend und seit immer da.

Passt.

Und wäre Er, in diesem Bilde, statisch, also stets gleich? Wie eine Maschine, festen Regeln folgend und völlig vorhersehbar? Wie wäre das möglich, in einem sich immerzu verändernden und entfaltenden Sein, wie wir alle es ja beständig wahrnehmen? Dieser Eine handelt doch sehr offensichtlich, nur wie?

Nun, das ist einfach. Was wir “Zufall” nennen, das ist, in dieser Sicht der Dinge, das “Handeln” dieses “Naturgesetzgottes”. Der unergründliche, von niemandem zu erahnende oder auch nur begreifbare “Ratschluss der Götter”, wie die Menschen ihn seit jeher nennen… und sogleich fällt alles an seinen Platz, Materieklumpen, die Sonnen werden, Staub, der sich zu Planeten ballt, die Entstehung des Lebens und die Evolution jeden Seins hin zur Göttlichkeit, dem Einen Ursprung.

Der das Ewig Werdende ist, das Immer Neue , das Große Kunstwerk für alle Zeit.

Und mit einem Mal ist er fort, der künstlich und massiv uns oktroyierte Gegensatz zwischen Religion und Wissenschaft. Denn ob Priester oder Forscher, beide suchen tatsächlich das Gleiche: Das Wesen Gottes in Allem zu finden. Die Methoden und Mittel sind zwar andere, aber doch wollen beide auf dasselbe Ziel hin.

Man muss also an überhaupt gar nichts glauben, um Unseren Vater zu sehen in allem was ist. Ein Grashalm am Wegesrand, ein Schmetterling am Himmel, ein Quasar in unserer Nachbargalaxie, ein Jedes kündet von Ihm, und welch großartiger Weg der Wunder liegt noch vor uns, all dies zu entdecken und zu verstehen und uns daran zu erfreuen. Bis wir eines fernen Tages wieder verlöschen werden in Seiner Liebe.