Hat der „Spiegel“ zu viele Leser verloren?

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»Die Angst vor Covid-19 hat beides zuwege gebracht: eine Verfassungskrise, wie die Bundesrepublik sie noch nicht erlebt hat und wie sie erst noch in voller Schärfe zutage treten wird; und eine Vertiefung der Ungleichheit zwischen Wohlhabenden und Armen, die beschämend ist für ein Land, das sich Wohlfahrtsstaat nennt.«

Wie ist es möglich, dass im schlimmsten Hetzblatt der Republik, bei den ersten Steigbügelhaltern der Diktatur, ein Artikel erscheint, dessen Aussagen und Folgerungen unmittelbar ausreichen, jeden der in der Krise handelnden Politiker lebenslang einzusperren?

Haben die Journalisten dort etwa doch noch gemerkt, dass es auch ihnen an den Kragen geht, dass auch ihr Leben zerstört wird, man auch ihre Kinder kaputtfoltert, dass Pillyboy sie und ihre Kinder genetisch vergiftet und sie trotzdem bald überhaupt nichts mehr, auch nicht zu essen, haben werden?

Ich erlaube mir eine Anmerkung zu einer Passage des Textes, der mir an dieser Stelle zu sehr im Wagen bleibt: »Covid-19 ist eine gefährliche Krankheit. Aber anders als die Pest, die Europa im Lauf seiner Geschichte mehrmals grauenhaft heimsuchte, tötet sie nicht fast alle, die sich anstecken.« Die Letalität der Pest liegt bei 95%. Die Letalität von Covid-19 bei 0,23%. Ist der Autorin der Mut ausgegangen? Oder weiß sie immer noch nicht, worüber sie eigentlich redet?