„Zuerst nicht schaden“ gilt nicht mehr

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(Beginn ab Minute 6:35, das war eine Live-Aufzeichnung). Dieses außerordentlich interessante Gespräch zwischen Robert Cibis von OVALmedia und dem ehemaligen Chefarzt der Radiologie Dr. med. Gerd Reuther dauert zwar 2¾ Stunden, aber es ist kurzweilig und sehr spannend.

Statt also in eine dieser Fantasiewelten einzutauchen, die überhaupt nichts mit dem Leben zu tun haben, aber dennoch das Unterbewusstsein mit Lösungen für fiktive Probleme beschäftigen – denn das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen Realität und Fiktion, bedeutet, was in einem Spielfilm vorkommt, wird ganz genauso bearbeitet und enträtselt, wie die Realität, und frisst deshalb wertvolle geistige Energie, welche in den heutigen Zeiten viel dringender für die Realität nötig ist -; statt also in eine Fantasiewelt zu gehen, oder eine dieser unendlich öden Talkshows mit 5 Leuten, die alle die exakt gleiche Meinung, nur unterschiedlich „eingefärbt“, einhämmern wollen, anzusehen: wie wäre es mit einer Reise durch viele tausend Jahre Medizingeschichte mit einem äußerst bewanderten und gebildeten Insider des Medizingeschäfts?

Neulich habe ich in einer Diskussion auf Telegram über unnötige Amputationen geschrieben, und nannte dabei auch den Blinddarm. Vielleicht wundert Sie das? Weil die Schulmedizin, in einem Akt ultimativer Propaganda, den Appendix als völlig unnütz darstellt, und bei dessen Entzündung seine Entfernung als einzig mögliches, und dringend, wegen angeblicher Lebensgefahr, gebotenes Mittel? Dann sehen Sie doch mal im Video ab Minute 46:45, was Ihnen Dr. Reuther dazu (sinngemäß) sagt: „Eine fast immer unnötige Operation, die nur gemacht wird, weil sie Geld bringt – andere Entzündungen lässt man doch auch ausheilen, oder entfernt man ein Stück Lunge, wenn sie entzündet ist? Der Blinddarm ist eben schnell und simpel und wird gut bezahlt, mit der Lunge ist das nur nicht so einfach.“

Was Dr. Reuther aber, jedenfalls in diesem Gespräch, leider auslässt, ist die kaum bekannte Tatsache, dass der Blinddarm, bzw. Wurmfortsatz, ein Baustein des Immunsystems ist. Im Blinddarm sammeln sich „gute“, d.h. nützliche und notwendige, Bakterien und bilden dort ein Reservoir für eine gesunde Darmflora. Wenn nun im Darm etwas schiefgeht, und der Körper sich dafür mittels manueller Immunmaßnahme, vulgo Durchfall, behilft, und einmal kräftig ausspült, dann öffnet sich dieses Reservoir im Blinddarm und sorgt dafür, dass anschließend wieder eine gesunde Darmflora aufgebaut werden kann. Ohne Blinddarm ist deshalb die Immunfunktion lebenslang reduziert, genauso wie es übrigens auch bei der Tonsillektomie für die Gaumenmandeln gilt.

Wenn also, wie Dr. Reuther ausführt, 90% der Blinddarm-OPn überflüssig sind, weil die allermeisten Appendizitiden nämlich von ganz alleine ausheilen würden, aber immer, angeblich zwingend gefordert, der Blinddarm herausgeschnitten wird, dann ist das eben eine dieser sinnlosen und sogar schädlichen Amputationen, welche ich in besagtem Diskussionsbeitrag meinte.

Doch das ganze Gespräch mit Dr. Reuther strotzt nur so von interessanten Einsichten und geschichtlichen Hintergründen. Mir war zum Beispiel nicht bekannt, dass die Kirche um 1300 notgedrungen, weil ihre „Rezepte“ (Beten und Wallfahrten) nichts halfen, die altgriechische Heilkunst übernahm, und dabei aber verstümmelte. Denn die, von der gotteslästerlichen und geistesversklavenden Abscheu vor dem „Pfuibäbä“ ausgehende, aber darüber weit hinausreichende, Körperfeindlichkeit des Christentums führte dazu, dass bei dieser Übernahme das alte heilkundliche Wissen der Griechen „kastriert“ wurde. (Diesen gedanklichen Schritt bezüglich Sexualschuldkult nimmt Dr. Reuther zwar im Gespräch nicht vor, aber es ist eigentlich offensichtlich, dass die Sexualfeindlichkeit fast aller Religionen einfach nur ein besonders fieses Machtmittel ist, mit aber schrecklichen Folgen sowohl für die seelische als auch körperliche Gesundheit der Menschen).

Und so weiter und so fort. Auch dass Medizin das perfekte Vehikel zur Errichtung einer Diktatur ist, weil nämlich die maximale Unterwerfung unter eine Autorität, mit Zulassen von tatsächlichem Stechen und Schneiden in den eigenen Körper, also dem Aufgeben der ureigensten Minimalautonomie, der perfekte „feuchte Traum“ aller Autokraten ist, erläutert Dr. Reuther ausführlich und kenntnisreich.

Wäre das nicht etwas für einen vortrefflichen Fernsehabend? Das bringt viel, viel mehr als irgendsoein Blockbuster mit ausgedachten Problemen, die mit dem echten Leben rein gar nichts zu tun haben, meine ich. Schließen Sie einfach einen Laptop per HDMI an Ihren Fernseher an, dann ist das genauso wie jedes andere Fernsehprogramm.

Allerdings, es gibt durchaus auch sehr schöne und wertvolle Filme, und die sind dann auch eine wirkliche Bereicherung für den Geist. Deshalb als kleine Entschuldigung gegenüber den vielen Filmschaffenden, die es ehrlich und gut mit ihren Zusehern meinen, zum Schluss noch ein Tipp für einen wahrhaft großartigen Film, der zwar Fiktion ist, aber dennoch von der Realität unseres Seins mehr enthüllt als sogar 50 Dokus und Essays: „PK – Andere Sterne, andere Sitten“.